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Mineralstoffe und Spurenelemente regeln zusammen mit anderen Stoffen, wie z.B. Vitamine, die komplexen Abläufe im Körper. Wie die Zahnräder einer Uhr greifen die biochemischen Abläufe ineinander und laufen kaskadenförmig ab. Auch für einen medizinischen Laien ist daher verständlich, daß jeder noch so kleine Eingriff in dieses Regelwerk eine Folge von Veränderungen nach sich zieht. Mit der Haar-Mineral-Analyse kann der erfahrene Therapeut tief in die Stoffwechselvorgänge des Körpers blicken. Zusammen mit dem Blutbild und der Urinuntersuchung ergibt sich ein mosaikartiges Bild der Regulationsmechanismen unseres Körpers. Lesen Sie hier nach, was die einzelnen Stoffe in Ihrem Körper bewirken, bzw. wozu er sie braucht: [Calcium] [Magnesium][Natrium] [Kalium] [Phosphor] [Silicium] [Chrom] [Mangan] [Molybdän] [Eisen] [Kupfer] [Zink] [Selen] [Lithium] [Germanium] [Bor] [Gold] [Vanadium] [Kobalt] [Strontium] Calcium Calcium stellt mit etwa 1 kg die größte Mineralstoffmenge im Körper dar, fast alles wird zur Härtung und Stabilisierung von Knochen und Zähnen genau dort eingelagert, aber nur 1% findet sich frei im Blut und in diversen anderen Organen. Desweiteren dient es als Türsteher für Körperzellen und entscheidet dort über sogenannte Ionenkanäle, welche Substanzen in eine Zelle dürfen und welche nicht. Ist also der Calciumgehalt exakt richtig, haben giftige Schwermetalle, wie z.B. das Quecksilber aus dem Amalgam der Zähne keine Möglichkeit, in eine Zelle einzudringen. Dies ist mit ein Grund, warum manche unter den schädlichen Auswirkungen von Schwermetallen leiden, andere dagegen überhaupt nicht. Ferner ist Calcium für Weiterleitung von Nervenimpulsen nötig, es ist an der Blutgerinnung beteiligt und hat Einfluß auf viele andere wichtige Stoffwechselvorgänge wie die Ausschüttung der Schilddrüsenhormone und des Insulins oder die Muskelkontraktion. Gesteuert wird die Verteilung zwischen Knochen, Blut und Zellen durch die Hormone der Nebenschilddrüse, Calcitonin und Parathormon; Einfluß haben auch Östrogene und Vitamin D3. Bestimmungen des Calciumgehaltes aus dem Blut sind wenig aussagekräftig, da der Körper versucht, den Gehalt hier möglichst gleichbleibend zu halten. Viel früher, meist noch vor Auftreten krankhafter Veränderungen, erkennt man mit unserer Langzeit-Haar-Mineral-Analyse Verschiebungen im Ca-Haushalt und kann so maßvoll gegensteuern. Erwachsene benötigen täglich wenigstens 500 mg Calcium, die empfohlene Zufuhr liegt bei 800 mg/Tag. Für Jugendliche in der Wachstumsphase, für Schwangere und Stillende und für Frauen nach den Wechseljahren sollte die tägliche Menge an Calcium auf 1000-1200 mg gesteigert werden, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Diese zeigen sich durch erhöhte Allergieneigung, durch schmerzhafte Muskelverspannungen hin bis zu Krämpfen, Nervosität, Schlafstörungen, Menstruationsbeschwerden und langfristig durch erhöhte Knochenbrüchigkeit (Osteoporose), schlechte Zähne und in ungünstigen Fällen auch Herzrhythmusstörungen und erhöhter Blutdruck. Reich an Calcium sind Milch und Milchprodukte, Samen und Nüsse, Hefe und einige Getreidearten. Gefördert wird die Aufnahme durch Vitamin D3 und durch einen sauren pH-Wert im Magen. Verschlechtert wird die Ca-Aufnahme durch fette Speisen, Oxalate (z.B. Spinat), Aluminium und Phosphate (siehe dort), die mit dem Calcium eine unlösliche Verbindung eingehen. Weit verbreitet ist leider auch das Problem der Verdauungs- und Aufnahmestörungen im Magen- und Darmtrakt mit Darmentzündungen, Bauchspeicheldrüseninsuffizienz und Nahrungsmittelallergien. Die Calciumaufnahme kann bereits bei harmlosen Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähbauch stark verringert sein; ebenso verringert Streß durch seine Hormonbeteiligung mit Adrenalin und Cortisol den Calciumhaushalt. Sinnvolle Ergänzungen können auch mit gut verwertbaren Calcium-Brausetabletten (Calcium Sandoz forte 500mg, Biolectra Calcium Brausetabletten) durchgeführt werden. Wir empfehlen die Zufuhr vor allem für Kinder mit Milchunverträglichkeit und für Frauen während und nach den Wechseljahren, da nicht nur unseren Erfahrungen nach die HMA die Methode der Wahl ist, rechtzeitig ein Osteoporoserisiko anzuzeigen und zu behandeln. Neues aus der Forschung: Die Fähigkeit Calcium aus der Nahrung aufzunehmen und zu verwerten, sinkt mit zunehmenden Alter. Verantwortlich dafür sind hormonelle Veränderungen und eine verminderte Magensäureproduktion. Oft genügt eine Erhöhung des Calciumangebots daher alleine nicht mehr, vielmehr müssen unterstützende Maßnahmen zusätzlich für eine Resorptionsverbesserung sorgen. Geeignet sind pankreatische Enzyme, bestimmte, sogenannte probiotische Darmbakterien oder HCL-haltige Enzympräperate. Sollte bei Ihrer Haar-Mineral-Analyse eine Störung im Calciumhaushalt vorliegen, empfehlen wir Ihnen bei der persönlichen Auswertung geeignete Präparate. Beachten Sie bitte folgende Besonderheiten der HMA: * Erhöhte Calciumspiegel sind immer ein pathologischer Befund, denn dabei handelt es sich nicht um eine Überversorgung, sondern um einen Calciummangel mit vermindertem Knochencalcium und vermehrter Calciumfehlablagerung im Bindegewebe und im Haar! Folgen können Entmineralisierung des Knochens (Osteoporose), Allergien und Arteriosklerose sein. * Vorsicht: Die Calciumsubstitution sollte sorgfältig mit anderen Mineralien wie z.B. Magnesium und Zink abgestimmt werden, da überschüssiges Calcium die Mineralstoff- und Spurenelementaufnahme beeinträchtigen kann.
Magnesium Magnesium beteiligt sich ähnlich wie Calcium am Aufbau von Knochen, Zähnen und Sehnen, es ist unentbehrlich für die Informationsübertragung der Nerven und für die Arbeit der Muskulatur. Als Partner von über 300 Steuerungssubstanzen greift es nahezu überall in den Stoffwechsel ein, obwohl nur etwa 25 Gramm in unserem Körper vorhanden sind. Magnesium hemmt die Blutgerinnung, schützt vor Thrombosen und Infarkten. Es wird bei Streßsituationen vermehrt benötigt, hilft die körpereigene Abwehr zu mobilisieren, vermindert Nervosität, beugt Muskelverspannungen und Krämpfen vor, senkt den Blutdruck und verringert Anzahl und Schwere von Migräneattacken.. Nach neueren Untersuchungen benötigt ein Erwachsener ca. 300 mg Magnesium pro Tag. Während Streßperioden, bei regelmäßigem Alkoholkonsum, bei Schilddrüsenerkrankungen und bei Mineralverlusten durch starkes Schwitzen (Sport, Sauna) sollte die tägliche Zufuhr auf 400-450mg gesteigert werden, doch sollte auch hier auf ein ausgewogenes Verhältnis speziell zu Calcium und Zink geachtet werden. Wie beim Calcium kann auch ein schleichendes Magnesiumdefizit mit normalen Blutbildkontrollen nicht zuverlässig bestimmt werden. Auch hier versucht der Körper zunächst Mangelerscheinungen dadurch auszugleichen, daß aus Zellen, Knochen und dem Gewebe Magnesium abgezogen wird, erst viel später treten meßbare Mängel im Blut auf. Vollwertige Getreideprodukte, Gemüse, Nüsse, Sojabohnen, Milch und Milchprodukte sind gute Magnesiumlieferanten. Allerdings vermindert die industrielle Verarbeitung und die Massenproduktion auf ausgelaugten Böden den Gehalt oft dramatisch. Wir empfehlen bei erhöhtem Bedarf oder nicht vollwertiger Ernährung eine ergänzende Zufuhr von Magnesium in Tablettenform, eventuell ergänzt durch einen Vitamin B1 und B6-Zusatz, um die Aufnahme im Körper zu optimieren. Wissenswert: Da die meisten Herzinfarktpatienten unter Magnesium-Mangel leiden, wird Magnesium zur Vorbeugung gegen Herzinfarkte sehr erfolgreich eingesetzt. Schützen sie sich und ihre Familie durch eine optimale Magnesiumversorgung. Wir beraten Sie gerne über Menge, Dosierung und Produkte. Beachte: Auch hier gilt: Hohe Magnesiumhaarspiegel bedeuten (vgl.Calcium!) einen Mangel an Magnesium!
Natrium regelt die Wassermenge außerhalb der einzelnen Zellen und steuert den Säure-Basen-Haushalt mit seinen weitreichenden Folgen im Stoffwechselgeschehen. Es beeinflußt die Aufnahme von Zucker und Eiweißbausteinen in die Zellen und ist nötig für die Reizleitung in Nervenbahnen und Muskeln. Natrium arbeitet Hand in Hand mit Kalium, (èsiehe dort) so daß nicht nur der einzelne Wert wichtig ist, sondern das Verhältnis der beiden zueinander. Wir berücksichtigen diesen Quotienten bei der Auswertung der Haar-Mineral-Analyse, da vor allem bei Migränepatienten und Allergikern Verschiebungen Mitursache sein können. Der Mindestbedarf liegt bei etwa 500 mg/Tag, wünschenswert ist eine Zufuhr an Natrium von 2-3 Gramm jeden Tag. In der Praxis wird dieser Wert häufig deutlich überschritten, sind doch alle Wurstwaren, nahezu alle Käsesorten, ja sogar industriell gefertigte Brot- und Backwaren, Chips, Kräcker, Mineralwässer und Fertigspeisen mit "Salz" versetzt. Natrium ist chemisch gesehen das Kation des Natriumchlorids, besser bekannt unter dem Namen Kochsalz. Sparsamer Umgang mit dem Salzstreuer zuhause, sinnvolle Auswahl von Fertigprodukten und Wurstwaren kann eine deutlich Verminderung der meist hohen Salzzufuhr bewirken. Die Haar-Mineral-Analyse gibt Ihnen einen verläßlichen Querschnitt ihres Salzkonsums der vergangenen Monate.
Kalium Finden wir Natrium hauptsächlich außerhalb der einzelnen Körperzelle, so ist Kalium der direkte Gegenspieler innerhalb der Zellen. Beide zusammen regeln den Wasserhaushalt, stabilisieren das Säure-Base-Gleichgewicht und regeln die Verbindung zwischen Nervenbahnen und Muskeln. Kalium hat auch einen maßgeblichen Einfluß auf die Herztätigkeit. Ein Mangel an Kalium, aber auch ein erheblicher Überschuß an Natrium zeigt sich durch Ödeme (Wasseransammlungen), Muskelschwäche, Verstopfung, Darmträgheit, Herz-Rhythmus-Störungen, Nervosität mit schneller Ermüdung und niederen Blutdruck. Das Auftreten solcher schwerwiegenden Fehlsteuerungen im Körper kann durch die frühzeitige Erkennung mittels der Haar-Mineral-Analyse sicher vermieden werden, im Gegensatz zur Serumblutanalyse, die latente Mängel durch den geringen Kaliumgehalt im Blut nicht, sondern erst gravierende Mängel unter 3,5 mval/l anzeigt. Bei Kaliummangel ist auch die Umwandlung von Speicherzucker (Glykogen) in Blutzucker (Glucose) und umgekehrt beeinträchtigt, so daß sehr schnell Erschöpfungszustände eintreten können und es zur Unterzuckerung (Hypoglykämie) kommen kann. Um diese lebenswichtigen Funktionen aufrecht zu erhalten, benötigt unser Körper täglich etwa 1000 mg Kalium. Bei körperlichen Anstrengungen, bei Sport und durch starkes Schwitzen auch in der Sauna kann der Bedarf zeitweise bis 4000 mg ansteigen. Zur Deckung dieses Bedarfs müssen wir kaliumhaltige Nahrungsmittel bevorzugt essen: Gemüse, Obst und Nüsse.
Phosphor Phosphor und die Phosphorsalze (Phosphate genannt) sind die wichtigsten Energieüberträger im Zellstoffwechsel. Ohne sie könnten wir die Energie, die wir aus der Nahrung gewinnen, nicht in Muskelarbeit umsetzen. Auch in jeder Zelle und in jeder Zellmembran sind Phosphate als Bausteine enthalten. Bausteine der Erbinformation im Zellkern (DNA, RNA), Gehirnmasse und Nervenleitungen benötigen Phosphor als Bausubstanz. Gespeichert haben wir unseren Vorrat zu fast 90 % in den Knochen und den Zähnen, nur eine Kleinstmenge zirkuliert im Blut. Erst bei Bedarf wird Nachschub aus den Speichern aktiviert. Phosphor findet sich in fast allen Lebensmitteln, wobei er meist gleichzeitig mit Calcium und Eiweiß auftritt, so wie im Käse, in Fleisch, Nüssen, Getreide und Hefe. Aber auch bei der industriellen Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmitteln wird kräftig zugesetzt, eine lange Liste von E-Nummern verdeutlicht dies (E 338-341 und 450). Kein Cola-Getränk, keine gekochten Fleisch- und Wurstwaren, kaum ein Käse, fast jedes Brot, sogar Backmischungen, Zahnpasta oder Kaffeeweißer sind mit irgendwelchen Phosphorsalzen versetzt. Eine Unterversorgung ist hier nahezu ausgeschlossen, ja im Gegenteil, die durchschnittliche Tagesaufnahme ist meist um 50% erhöht. Viel mehr Aufmerksamkeit sollten wir daher der zu hohen Zufuhr von Phosphaten schenken, vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Calcium und Phosphate müssen immer in nahezu gleichen Mengen zugeführt werden, damit ein stabiles Gleichgewicht erhalten bleibt. Führen wir einen Überschuß an Phosphaten zu, bindet dieses Calcium, das dann für den Knochenaufbau, für die gesunde Entwicklung der Zähne nicht mehr zur Verfügung steht. Wieviele Kinder gibt es aber, die sich zwar viel Phosphate durch Cola zuführen, die Calciumversorgung (Milch) aber vernachlässigen? Als eine Ursache für das immer häufiger auftretende Hyperaktivitätssyndrom bei Kindern sieht die Wissenschaft heute stark erhöhte Phosphatspiegeln an ! Auch bei Senioren, die von Osteoporose (Knochenbrüchigkeit) geplagt sind, muß man immer wieder auf eine gute Calciumversorgung hinweisen, bei gleichzeitiger Reduktion von Phosphaten denn - merke: Phosphate sind Calciumräuber.
Silicium (auch Kieselsäure genannt) In den Geweben und in den Blutgefäßen sorgen nur 1,5 Gramm Silicium für Elastizität und Festigkeit, da es die Eiweißkörper der Gefäßwände miteinander verbindet, wie eine biegsame Verstrebung. Bei Arteriosklerose ist der Kieselsäuregehalt der Arterienwände deutlich erniedrigt. Auch am Wachstum von Zähnen, Knochen, Knorpeln, Haaren und Nägeln ist Silicium wesentlich beteiligt. Forschungen haben ergeben, daß dicke, füllige Haare wesentlich mehr Silicium eingelagert haben, als dünne und brüchige. Eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt Kieselsäure in der körpereigenen Abwehr, indem sie "Freßzellen" aktiviert, die dann eingedrungene Krankheitserreger umhüllen und so unschädlich machen. In allen Getreidesorten, in vielen Obst- und Gemüsesorten finden wir einen hohen Gehalt an Kieselsäure. Unser täglicher Bedarf von circa 20 mg deckt schon der Verzehr von 100 Gramm Kartoffeln, 10 Gramm Hafer, 300 Gramm Weizen oder 4 Bananen. Eine Unterversorgung analysiert man bei ausgeprägten Fleisch- und Wurstessern, die gleichzeitig Obst- und Gemüsemuffel sind. Negative Folgen von überhöhter diätetischer Zufuhr sind nicht bekannt. Siliciummangel dagegen scheint mit Arteriosklerose, Osteoporose und degenerativen Gelenkerkrankungen wie z.B. Arthrose in Verbindung zu stehen. Beispielsweise sind Sportler mit erniedrigten Silziumhaarspiegeln deutlich anfälliger für Verletzungen des Bewegungsapparates.
Der Gesamtbestand des Menschen an diesem Spurenelement beträgt zwar nur etwa 2 Milligramm, aber es regelt einen Energieumsatz von 1500 bis 4000 Kalorien pro Tag. Chrom ist wesentlich für eine reibungslose Zucker- und Kohlenhydratverwertung verantwortlich, da es ein wichtiger Bestandteil des Glukose-Toleranz-Faktors ist. Fehlt Chrom, dann ist der Insulinnachschub behindert und die Verstoffwechslung von allem Süßen wird mangelhaft. Bei nichtinsulipflichtigen Zuckerkranken verbessert eine erhöhte Zufuhr von Chrom meist deutlich die Blutzuckerwerte. Da Insulin und sein Gegenspieler Glukagon auch den Fettspiegel (Triglyceride, Cholesterin) im Blut beeinflußt, wird eine unzureichende Chromzufuhr auch für erhöhte Blutfettwerte und Arteriosklerose mitverantwortlich gemacht . Käse, Fleisch und echte Vollkornprodukte, Nüsse, Honig und schwarzer Tee sind natürliche Chromlieferanten. Leider kann der Körper nur eine sehr geringe Menge Chrom pro Tag aufnehmen, so daß eine gleichmäßige, aber langfristige Zufuhr wichtig ist. Der Normalbedarf liegt zwischen 50 und 200 µg/Tag, abhängig vom Süßigkeitenkonsum. Alterszucker und Arteriosklerose sind typische Krankheiten der hochzivilisierten Länder, deren industriell gefertigte, stark zuckerhaltige Kost einen geringen Chromgehalt aufweist und gleichzeitig aber auch mehr Chrom verbraucht. Ein Teufelskreis. Deshalb hier unsere Liste der Lebensmittel mit hohem Chromgehalt:
alle Angaben in µg/100 g Lebensmittel unverarbeitet Bei gestörter Glucosetoleranz (z.B. Alterszucker) oder bei nachgewiesenem Chrommangel empfehlen wir eine mindestens zweimonatige Chromsubstitution zum schnelleren Ausgleich des Defizites. Erhöhte Haar-Chromwerte zeigen dagegen Belastungen mit unnatürlichem, sog. 6-wertigem Chrom als schädlichem Schwermetall vor allem aus der Wasserinstallation.
Mangan Jahrelang sträflich vernachlässigt, hat sich die Forschung in den letzten Jahren dieses Spurenelementes intensiv angenommen, versprachen doch schon die ersten Untersuchungen sensationelle Ergebnisse. Heute erkennt man, daß Mangan aktivierend auf viele Enzyme wirkt, es wirkt als Katalysator, sagen Biochemiker. Auf diese Weise beeinflußt es die Knorpelbildung und wirkt regulierend auf den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Auffallend ist auch, daß Allergiker und Asthmapatienten oft einen deutlichen Mangel aufweisen, bei Zufuhr verbessert sich deren Zustand oftmals schlagartig. Erhöhte Calcium-, Phosphat- und Eisenwerte verringern die Manganaufnahme aus dem Dünndarm! Mangansubstitution muß langfristig über mindestens 6 Monate erfolgen, denn eine Normalisierung - dies zeigen Kontrollanalysen - erfolgt nur sehr langsam und so sollte eine Substitution getrennt von allen anderen Mineralstoffen (am besten abends vor dem Schlafengehen) erfolgen. Das manganhaltige Enzym Superoxiddismutase spielt eine essentielle Rolle beim Schutz unserer zellulären Energiekraftwerke, der Mitochondrien, vor hochreaktiven, giftigen Substanzen, den sog. Freien Radikalen. Manganmangel wird deshalb in Verbindung gebracht mit Arthrose, entzündlichen Gelenk- und Organerkrankungen sowie Störungen im Zuckerstoffwechsel. Auch Krebserkrankungen scheinen mit Manganmangel im Zusammenhang zu stehen, da in Tumorzellen die entgiftende Superoxiddismutase (SOD) nicht oder kaum nachweisbar ist. Manganüberschuß z.B. aus Metallstaubbelastungen führt zu neurologischen Symptomen ähnlich der Parkinsonschen Erkrankung, denn sog. dreiwertiges Mangan oxidiert einen Nervenübertragungsstoff, das Dopamin, und provoziert so dessen Mangel im Gehirnstoffwechsel. Zwischenbemerkung: Ein grundsätzliches Problem stellen unsere intensiv genützten landwirtschaftliche Flächen dar. Früher hatten Böden über Jahre brachliegend Zeit, sich zu regenerieren und fehlende Mineralstoffe über Regen und natürliche Düngung wieder zu ergänzen. Heute muß die Landwirtschaft aus Ertragsgründen auf eine Massenproduktion übergehen, Ruhezeiten sind unbezahlbarer Luxus. Ergänzt wird an Nährstoffen nur das unbedingt Nötige: Stickstoff, Kalium und einige wenige Spurenelemente. Über Jahre hinweg werden die Böden ausgelaugt, Gehalte an Chrom, Selen, Germanium, Molybdän sinken drastisch ab. Logischerweise können auf verarmten Böden nur Getreide- oder Gemüsesorten heranreifen, die einen ebenfalls verminderten Gehalt an Spurenelementen aufweisen. Analysen zeigen den dramatischen Abfall von Selen- oder Chromgehalten in unseren Getreidesorten. Eine vollwertige Ernährung ist mit diesen Lebensmitteln nur noch bedingt möglich, ein Ersatz einzelner Spurenelemente kann nötig werden. Die Haar-Mineral-Analyse zeigt Ihnen exakt auf, wo und in welchen Mengen ergänzende Zufuhr nötig ist.
Molybdän Molybdän ist ein lebenswichtiges, sog. essentielles Spurenelement und im Körper nur etwa mit 10 Milligramm enthalten. Besorgte Mütter können ihren Säuglingen und Kleinkinder genügend Fluor geben, um die Zähne vor Karies zu schützen, fehlt jedoch Molybdän in der Nahrung, nützt die alleinige Fluoridgabe sehr wenig. Molybdän ist Bestandteil verschiedener Enzyme, z.B. der Xanthinoxidase, die regulierend in den Harnsäurestoffwechsel eingreift, und verbessert die Widerstandsfähigkeit. Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Bierhefe und Kakao sind gute Lieferanten für Molybdän. Ein erwachsener Mensch benötigt täglich um die 500 µg, die normalerweise über die Ernährung problemlos gedeckt werden können. Neuere Untersuchungen zeigen, daß bei geringen Molybdänwerten eine erhöhte Krebshäufigkeit statistisch auffallend ist, daß Männer über Impotenz klagen und Gichtprobleme vermehrt auftreten. Fehlendes Molybdän sollte in einer Dosierung von etwa 0,25 mg pro Tag über mindestens 6 bis 8 Wochen substituiert werden.
Eisen Von den 5 g Eisen im Körper eines Erwachsenen befindet sich der größte Teil im roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Die deshalb sogenannten "Roten Blutkörperchen" transportieren den in der Lunge aufgenommenen Sauerstoff zu den Zellen und entsorgen das entstandene Kohlendioxid durch Rücktransport. Dieser Mechanismus und die Beteiligung an anderen Stoffwechsel- und Immunreaktionen macht das Eisen zu einem lebenswichtigen Mineral. Der Bedarf an Eisen beträgt durchschnittlich 1 mg/Tag. Jedoch muß man bei der Berechnung einer Tagesdosis folgendes berücksichtigen: Unser Körper kann leider nicht alles mit der Ernährung angebotenes Eisen aufnehmen, lediglich 10% werden resorbiert. 12mg/Tag für Männer und 18 mg/Tag für Frauen sind daher das Mindestmaß an Eisen. Geringere Mengen oder starke Blutverluste, Störungen im Magen-Darm-Bereich, aber auch chronische Entzündungen sind oft die Ursachen für den weitverbreiteten Eisenmangel. Als logische Folge zeigt sich die Sauerstoffversorgung eingeschränkt, Müdigkeit, rascher Leistungsabfall und Lustlosigkeit sind die Folgen. Fleisch, hier insbesondere Innereien wie Leber und Herz, Hülsenfrüchte, Schalenfische, Geflügel, Nüsse, Vollkorn, Weizenkeime, Eigelb und grüne Blattgemüse sind unsere Hauptlieferanten für das so dringend benötigte Eisen. Sehr gut geeignet zum Auffüllen der Eisendepots sind auch medikamentöse Gaben von Eisensalzen, die kombiniert mit Vitamin C oder gebunden an spezielle Aminosäuren deutlich besser vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Im Gegensatz zu den meisten hier besprochenen Spurenelementen kann Eisen auch sehr gut aus dem Blutbild bestimmt werden. Eisenmangel kann sich in der HMA sowohl in niedrigen als auch erhöhten Werten äußern und sollte durch die Serumferritinbestimmung bestätigt werden. Denn erhöhte Eisenwerte können auch als Starter der Freien-Radikal-Bildung fungieren und werden in neueren Studien mit erhöhten Herzinfarktraten in Verbindung gebracht.
Kupfer Licht und Schatten, Nutzen und Schaden liegt beim Kupfer sehr eng beisammen. Dringend benötigen wir circa 2 mg Kupfer pro Tag für die Sauerstoffversorgung des Körpers (zusammen mit Eisen), für eine gut funktionierende Immunantwort bei drohenden Infektionen und zur Verbesserung der geistigen Aktivitäten. Nehmen wir aber zuviel Kupfer auf, beispielsweise mit dem Trinkwasser, so kehrt sich der positive Effekt schnell um: Hyperaktivität bei Kindern, Schlaflosigkeit, Bluthochdruck, Depressionen und chronisch-degenerative Krankheiten können die Folge sein. Dreißig Prozent unseres Gesamtkörperkupfers von etwa 75 mg befindet sich in der Leber, wo es in eine Vielzahl von Enzymen eingebaut wird. Wichtig sind u.a. die Superoxiddismutase und die Katalase, zwei Enzyme, die die schon erwähnten Freien Radikale entgiften. Zink- und Kupfermangel können zu mangelnder Aktivierung der Schilddrüsenhormone führen. Die Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber sowie zuviel Zink oder Vitamin C können ebenfalls zu Kupfermangel führen. Wichtig für Kinder: Erhöhte Kupferwerte im Trinkwasser von Selbstversorgern führten Ende der 80er Jahre zu gut 2 Dutzend Fällen von Leberzirrhose bei Säuglingen, die in der Hälfte der Fälle tödlich endete. Wichtig für Frauen: Die dauernde Zufuhr von Östrogen, wie bei der Einnahme der Pille, kann Kupferwerte erhöhen und so zu emotionalen Störungen führen. Auch während einer Schwangerschaft steigt der Kupfergehalt zum Teil beträchtlich an, was nach der Geburt, wenn der Abbau des Kupfers nicht genügend stattfindet, häufig zu psychischen Störungen (postpartuale Depression) führt. Kupferbelastete Patientinnen sind deutlich streßanfälliger, neigen zu tiefen und medizinisch unerklärbaren Depressionen, sie gelten als leicht reiz- und irritierbar, sie sind nervös, heute himmelhochjauzend und morgen wieder zu Tode betrübt. Nahrungsmittel mit hohen Kupfergehalten sind Austern, Leber, Krabben, Nüsse, Sojabohnen, Weizenkeime, Schokolade (!), Kaffee und Schwarztee. Haar-Kupferwerte sind direkt vergleichbar mit den Werten in der Leber, Messungen aus dem Serum stehen dazu oft im krassen Gegensatz, da bei Aufregung, Ärger oder Streß kurzfristig Kupfer in die Blutbahn abgegeben wird. Echte verläßliche Aussagen zeigt also nur die Haar-Mineral-Analyse. Zink ist der natürliche Gegenspieler des Kupfers und läßt sich sehr gut zur Reduktion erhöhter Kupferspiegel benützen.
Zink ist ein Aktivator unseres Immunsystems. Es aktiviert und stärkt unsere Abwehrkräfte. Vom banalen Schnupfen bis zu bösartigen Krankheiten sind wir besser geschützt, denn die Zellmembranen werden stabilisiert und gefestigt. Die positive Folge: Krankheitserreger können wesentlich schlechter in eine stabile Zelle vordringen. Aber auch der Stoffwechsel von Eiweiß und Kohlenhydraten wird gesteuert, denn Zink ist auch ein Bauteil des Insulins. Bei Kindern und Jugendlichen sorgt eine gute Zinkversorgung für ein geregeltes Wachstum. Untersuchungen zeigen deutlich, daß Zwergwüchsigkeit und Entwicklungsstörungen durch Zinkmangel ausgelöst wird, denn Zink ist essentiell für die Synthese unserer Erbsubstanz DNA. Überhaupt ist Zinkmangel mit 20 - 25% in der Bevölkerung relativ häufig, denn Streß verbraucht Zink, und unausgewogene Ernährung (Fast Food) mit vielen Weißmehlprodukten führt dem Körper wenig zu. Störungen im gesamten Stoffwechsel, Geschmacks- und Geruchsstörungen, Haarausfall, schuppige und juckende Haut sind die bekannten Folgen, die schon nach relativ kurzer Mangelzeit in Erscheinung treten können. Bei schwangeren Frauen führt Zinkmangel zu erhöhten Abort- und Fehlbildungsraten. Reichlich Zink ist in Fischen, Fleisch, Milch und Milchprodukten, sowie in Vollgetreide enthalten, allerdings ist die Aufnahme aus den Lebensmitteln sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig. Viel Fett, viel Calcium, bestimmte Bestandteile aus dem Getreide (Phytate) und Kupfer binden Zink fest an sich und verhindern so die Resorption, bestimmte Aminosäuren dagegen verbessern die Aufnahme; deshalb auch die Verwendung von Orotat- und Aspartat-Salze zur Substitution! Nicht ungefährlich ist die oft in den Gesundheitsseiten der Boulevardzeitungen angepriesene Dauereinnahme von Zinkbrausetabletten bei Schnupfen und Erkältungskrankheiten, denn eine übermäßige Zufuhr kann auch schaden. Blutarmut, medizinisch hier als hypochrome Anämie bezeichnet, kann auftreten, da eine Ausschwemmung von Eisen und Kupfer die Folge ist. Sicherer für Ihre Gesundheit ist es, vor der Einnahme von Zink mittels einer Haar-Mineral-Analyse den "Status quo", also die Ausgangswerte zu bestimmen, um dann gezielt das Fehlende in der richtigen Menge zu ersetzen. Für das Zink gilt ebenso wie für viele andere Spurenelemente: Nur 1-2 % des Gesamtzinks ist im Blut, - hier vor allem in den Erythrozyten -, praktisch kein Zink ist im Blutplasma ! Beachtenswert ist auch, daß sich Zinkmangel in der HMA selten durch zu niedrigen Zinkspiegel, sondern meist durch hohe Zinkspiegel über 250 ppm zeigt. Diese Werte sind stets ein Zeichen für eine Störung im Zinkhaushalt. Allergien, chronische Infekte oder Pilzinfektionen (Fragen Sie auch nach unserem Candidatest !) bzw. andere immunologische Reaktionen wie z. B. Nahrungsmittelunverträglichkeiten führen zur Umverteilung von Zink in Haut, Haare und Nägel. Besteht diese Zinkverteilungsstörung längerfristig, erhöht sich folglich der Zinkhaarspiegel, obwohl im Körper ein deutlicher Mangel besteht. Neben der Ergänzung von Zink kann hypoallergene Ernährung, eine Antipilzdiät u.ä. zur Normalisierung des Zinkspiegels dienen. Zinksubstitution sollte getrennt von allen anderen Mineralstoffen erfolgen, um die Aufnahme von Zink zu optimieren. Nahezu jeder Patient mit Haut-und Haarproblemen (Akne, Neurodermitis, Haarausfall) zeigt Zinkmangel.
Selen Freie Radikale sind kein Begriff aus der Terroristenszene, sondern die naturwissenschaftliche Bezeichnung für aktive, sehr aggressive Bruchstücke von Sauerstoffmolekülen, die bei vielen Stoffwechselvorgängen als ein äußerst kurzlebiges Nebenprodukt anfallen. Normalerweise ist unser Organismus eingerichtet, diese Bruchstücke schnell und sicher unschädlich zu machen, bei einem dauernden oder massiv erhöhten Anfall jedoch sind schnell die Grenzen der Kapazität erreicht. Erst dann können die schädlichen Radikale - Peroxide genannt - ihre zerstörende Wirkung im Körper beginnen : Zellschädigung und Zellentartung. Als sicher gilt heute, daß Patienten mit niedrigen Selenwerten anfälliger sind gegen Infektionen, nekrotischen Veränderungen der Leber, Krebs und Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Die in China vorkommende Keshan-Krankheit, die sich in teils tödlichen Herzschädigungen, Gelenkentzündungen und häufigen Virusinfekten äußerte, konnte allein durch Selenzugabe zum Trinkwasser vollständig zum Verschwinden gebracht werden. Das bekannteste selenhaltige Enzym (Biokatalysator) ist die sog. Glutathionperoxidase, die in Verbindung mit 2 weiteren Enzymen, Katalase und Superoxiddismutase (siehe Mangan), die schon erwähnten Freien Radikale entgiftet. Umweltchemikalien wie Holzschutzmittel (Fragen Sie uns hierzu bezüglich Hausstaub- und Raumluftuntersuchungen), Schwermetalle wie Blei (Trinkwasser) und Quecksilber (Amalgam) werden ebenso über dieses hochempfindliche System verarbeitet und können u.U. so den körpereigenen Selenspiegel reduzieren. Ferner regelt ein weiteres selenhaltiges Enzym, eine sog. Deiodase, die Umwandlung von inaktivem (T4) in aktives (T3) Schilddrüsenhormon: eine normale Schilddrüsenfunktion benötigt neben dem bekannten Jod also auch Selen. Normalerweise nehmen wir genügend Selen mit der Ernährung zu uns, zum Beispiel mit allen Getreideprodukten. Leider verarmen unsere Ackerböden durch den intensiven Anbau immer weiter, so daß auch in den Getreideprodukten wie Brot immer weniger wertvolles Selen aufzufinden ist. Fische, Fleisch, Reis und Knoblauch sind weitere Lieferanten. Seit amerikanische Forscher jedoch den direkten Zusammenhang zwischen Selenmangel und Krebshäufigkeit nachgewiesen haben, empfehlen Mediziner und Ernährungswissenschaftler die zusätzliche Gabe von Selen. Bedenken sollte man jedoch, daß schützendes Selen in höheren Dosierungen auch giftig werden kann. Es besitzt eine geringe therapeutische Breite, d.h. positive Wirkungen und schädliche Nebenwirkungen liegen knapp nebeneinander. Eine unkontrollierte Zufuhr von irgendwelchen Selenpräparaten, ohne exakte Mengenangaben, ohne fachkundige Beratung sollten Sie in eigenen Interesse unterlassen. Ideal ist die Bestimmung der Selenversorgung mittels einer Haar-Mineral-Analyse. Selen sollte in einer Dosierung von 100-200 Tausendstel Milligramm (!) täglich für 3-6 Monate ersetzt werden, falls ein Mangel, übrigens der häufigste Spurenelementmangel, festgestellt wurde.
Lithium Lithium gehört zu den nichtessentiellen Spurenelementen, d.h. unser Körper ist nicht unbedingt auf Lithium angewiesen. Andererseits erzielen Neurologen bei der Therapie von manisch-depressiven Patienten mit der medikamentösen Zufuhr von Lithium zum Teil gute Erfolge. In der Haar-Mineral-Analyse beschränken wir uns auf die Ermittlung der Werte und den Vergleich mit dem Normbereich, Einnahmeempfehlungen geben wir mangels ausreichender Erfahrung (noch) nicht.
Germanium Dieses Element und seine Wirkungen auf den menschlichen Stoffwechsel sind noch relativ unerforscht, allerdings findet es immer breitere Anwendung in der Krebsbehandlung, bei Immunschwäche und bei einigen Herzerkrankungen. Germanium ist im Knoblauch, Ginseng und Aloe vera enthalten. Auch das heilende Wasser aus Lourdes ist stark germaniumhaltig, ebenso beinhalten Fachinger und Adelholzer Mineralwasser dieses Spurenelement.
Bor Schon im Altertum brachten Händler aus Tibet Borax mit nach Europa, später fand es als Abmagerungsmittel Verwendung, bis vor wenigen Jahren war Borsäure ein beliebtes Konservierungsmittel. Erst seit kurzem beschäftigt sich die Wissenschaft mit den physiologischen Wirkungen dieses Spurenelementes. Heute nimmt man an, daß Bormangel zu Hautallergien, Ekzemen und zu Akne führen kann, daß es eine bedeutende Rolle in der Osteoporose-Entstehung spielt und auch erste Versuche in der Rheumatherapie sind sehr ermutigend. Borsäure und Borsalze kommen in allen tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln in genügender Menge vor, ein Mangel scheint in unseren Gegenden relativ selten zu sein.
Gold ist für den menschlichen Organismus entbehrlich, zumindest aus medizinischer Sicht. Gelegentlich werden Goldinjektionen zur Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, auch die Homöopathie kennt den Nutzen bei Herzklopfen, Herzrasen und anderen nicht organisch bedingten Herzbeschwerden. Erhöhte Goldspiegel, z.B.aus Goldfüllungen können funktionell wichtige, körpereigene SH-Gruppen wie z.B. im Glutathion verändern, diese Enzyme hemmen oder gar die Umwandlung von körpereigenen in immunogene, allergieauslösende Eiweiße fördern.
Vanadium Als Bestandteil verschiedener Enzyme spielt Vanadium eine noch nicht restlos geklärte Rolle beim Aufbau von Knochen und Zähnen, vermutlich hemmt Vanadium auch die Bildung von Cholesterin. Intensive Forschungen israelischer Forscher scheinen diese und auch eine blutzuckersenkende Wirkung zu belegen. Sicherlich wird man in den kommenden Jahren noch interessante Ergebnisse lesen können. Vanadium kommt in allen Ölen zusammen mit ungesättigten Fettsäuren vor, so im Soja-, Maiskeim-, Erdnuß- und Sonnenblumenöl.
Kobalt Kobalt als essentielles Spurenelement ist ein Bestandteil des Vitamin B12-Moleküls Cyanocobalamin und wird nur als solches vom Körper aufgenommen, kann aber auch von unserer Dickdarmbakterienflora hergestellt werden. Ein Mangel dieses Vitamins äußert sich in Zungenbrennen, Durchfällen, Appetitmangel, Schäden im Nervensystem und führt zu einer schweren Blutarmut (perniziöse, bösartige oder makrozytäre Anämie). Kobaltmangel kann bei rein vegetarischer Ernährung auftreten, denn nur Tierprodukte enthalten dieses Spurenelement. Der tägliche Kobaltumsatz liegt zwar nur bei Bruchteilen von Nanogramm, aber das Vitamin B12 beeinflußt eine Eiweißproduktion von 10 bis 50 Gramm pro Tag. Gute Kobalt- bzw. Vitamin B12 Quellen sind alle Fleischprodukte, hier besonders Leber, Herz, Niere und Hirn, ferner Austern, Fische und einige Käsesorten.
Strontium Im chemischen Periodensystem der Elemente gehören Strontium und Calcium zur gleichen Gruppe, auch die physiologischen Eigenschaften dieser beiden Elemente gleichen sich. So befindet sich nahezu alles Strontium in den Knochen und Zähnen. Ein Mangel an Strontium ist in unseren Breiten nicht bekannt. Wir bestimmen in der Haar-Mineral-Analyse diesen Wert trotzdem, weil er ein guter Maßstab bei der Bewertung der Osteoporose ist und uns exaktere Aussagen über das Fortschreiten der Knochenentkalkung ermöglicht. |
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